Was gefällt mir an Python

 

was gibt es sonst noch für Python?

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Warum Python?

Die nachstehenden Ausführungen entspringen meiner Überzeugung für die Leistungsfähigkeit von Python, einer sehr modernen Programmiersprache, deren Programme auf DOS, Windows, Linux, MacOS, BeOS, OS/2, EPOC (Psion) und andere Betriebssystemen laufen. Der Besucher dieser Seiten soll möglichst auch für Python interessiert werden. Zum schnellen Einstieg in Python wäre es nützlich, aber nicht Bedingung, schon in einer anderen Programmiersprache etwas ernsthafter programmiert zu haben. Mit meinen Betrachtungen will ich vorrangig auf die Dinge aufmerksam machen, über die man sich als Umsteiger von einer anderen Programmiersprache, bei besonderer Berücksichtigung von Pascal, besonders wundert.
Es sollen dabei Wege gezeigt werden, Python mit immer weniger fremdsprachigen Akzent einzusetzen, d.h. die Features von Python auch konsequent zu nutzen und nicht alte gewohnte Umwege anzuwenden . Vorschläge zur Verbesserung oder Ergänzung der aufgeführten Beispiele werden gern entgegen genommen und hier mit Nennung des Urhebers eingearbeitet.

Auch wenn ich aus verschiedenen Gründen in meinem kleinen LAN unterschiedliche Betriebssysteme einsetze, macht doch die Programmierung unter Linux am meisten Spaß . Fast alle Hinweise lassen sich allerdings auch für die Python - Entwicklungs -Umgebungen der anderen Systeme anwenden.

Mein früheres Leben ohne Python

Bevor wir beginnen, möchte ich einige wenige Worte vorher machen. Wie habe ich eigentlich gelebt, als ich von Python noch nichts wusste? Aus der Ausbildung kam ich mit Pascal zurück. Das ist auch heute noch für einen Dipl.-Ing. der Nachrichtentechnik durchaus üblich. Es ist ja schließlich nichts schlimmes, oder? Dieses Pascal nutzte ich anfangs, wie damals üblich, mit TurboPascal und dann mit BorlandPascal. Als ich die mühselige Programmierung einer Bedienoberfläche für manch schönes Programm schon endgültig in den Wind schreiben wollte, kam gerade noch rechtzeitig Borland - Delphi.
Vorher gab es nur TurboVision für DOS (immerhin schon im protected - mode) und das sehr umständliche BorlandPascal for Windows. Also Delphi hat mich damals gerettet, endlich konnte man sich hauptsächlich um das kümmern, was ein neues Programm eigentlich machen sollte. Die Oberfläche konnte man mit wenig Arbeit draufsetzen. So war meine Welt schön in Ordnung, weil ich noch nichts von LINUX wußte.

Seit kurzer Zeit gibt es Kylix, das Objekt - Pascal von Borland für Linux. Die Bewertung der Profiversionen von Kylix durch Fachzeitschriften sagt aus, dass Borland wegen des Zeitdrucks eine Reihe von Kopromissen eingegangen ist, die in späteren Versionen nachgebessert werden sollten. Na wir werden es im Auge behalten!

Heute verwende ich (mit fallender Tendenz) Windows und immer intensiver Linux. Dabei bevorzuge ich Software, die sowohl für Windows als auch für Linux erhältlich ist. Jawohl, so etwas gibt es! Ich will nur kurz einige Stichworte nennen:

    - Open-Office
    - Mozilla
    - Acrobat Reader
    - FreePascal (haa, wieder Pascal also!)
    - VMWare (Damit Windows im Linuxfenster läuft, oder auch umgekehrt!)
    - Python
 

Wie habe ich Python eigentlich entdeckt?

Als Linuxnutzer lese ich den Linux - User, die unentbehrliche Schwesternzeitschrift des Linux - Magazins!. Übrigens, in einer älteren Ausgabe des Linux-Magazins fand ich mal einen Artikel von Tom Schwaller (ja der war mal vom Linux-Magazin nicht wegzudenken) mit dem Tip, wer noch auf der Suche nach einer schönen, modernen und dynamischen Programmiersprache sei, die möglichst auch noch kostenlos und leicht portierbar sein soll, der möge sich doch mal Python ansehen. Es waren auch ein paar verlockende Beispiele dabei.

Nun, ich habe sie mir angesehen! An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Tom (falls er das hier mal lesen sollte).

Warum mir dieses Python auf Anhieb gefiel, kann ich nicht mehr so genau sagen. Es faszinierte mich einfach. Viele ganz wichtigen Dinge sind schon eingebaut, die auch in anderen Programmiersprachen machbar sind, aber dort leider nur mit einigen Verrenkungen oder mit größerem Aufwand.
 

Einige Beispiele für das Besondere an Python

  • Zahlentyp Ganzzahlig - Long mit praktisch unbegrenzter Anzahl von Ziffern, mit dem man rechnen kann (also um in Pascal 999999999999+ 213 zu rechnen, ohne in Gleitkommadarstellung zu verfallen, muss ich mir eine selbstgebaute Stringarithmetik schaffen, die zumindest erstmal Arbeit macht)
  • Listentyp mit variablen Elementetyp (also praktisch ein Feld von Variablen, in dem jedes Element von einem anderen Typ sein kann. (FürPascaliander also ein array, das wie ein record funktioniert, indem man die einzelnen record - Elemente aber mit einem Index ansprechen kann)
  • Mehrfachvererbung (es soll ohne sie gehen, aber ich habe die C-Programmierer trotzdem immer beneidet, dass sie es in C++ schon hatten und in Pascal hatte man es angeblich aus Vernunftsgründen nicht vorgesehen. Trotzdem sollte man so etwas sparsam einsetzen!
  • Viele Befehle (Methoden) sind identisch für Tupel, Listen, Strings und andere Typen anwendbar (mehr dazu später)
  • Funktionen, denen man vorher nicht sagen muss, wieviele Parameter sie übergeben bekommen werden. Natürlich muß die Programierung dann aus diesen Parametern auch was vernüftiges machen!
  • Es gibt sehr kompakte und leistungsfähige Module. So kann man in Python mit wenigen Zeilen einen zwar einfachen, aber funktionstüchtigen Web-Server formulieren, mit dem man dann wieder schön experimentieren kann..

Insgesamt sind sehr moderne Ideen zugrundegelegt. Über viele elegante und leistungsstarke Eigenschaften war ich sehr erstaunt. Ebenso über manches, was garnicht so gleich gehen wollte, wie ich es mir zuerst dachte.